Lange Zeit hatte es beim Nachholspiel der Frauen in der Regionalliga Baden-Württemberg nicht nach einem so klaren Heimsieg des TSV Bönnigheim ausgesehen.
Nach einer durchwachsenen Chancenverwertung konnten sich die Gastgeberinnen erst nach etwas mehr als 40 Minuten durch einen 6:0-Lauf vom zwischenzeitlichen 14:12 auf 20:12 (49.) absetzen, und diesen Vorsprung bis zum 27:16 – Endstand ausbauen. Durch diesen verdienten Erfolg übernahm TSV mit 22:10-Punkten Tabellenplatz vier, gefolgt von der HSG Fridingen/Mühlheim (20:10). Gemessen an ihrem Tabellenstand boten die Gäste über weite Strecken eine ganz schwache Leistung, und verzweifelten immer wieder an der bärenstarken Bönnigheimer Torhüterin Kathrin Gerullis, der besten Spielerin ihres Teams. Dabei hatten auch die TSV-Frauen lange Zeit im Angriff mit der Effizienz zu kämpfen. Mindestens zehn freie Würfe fanden nicht ins HSG-Netz, wo auch Miriam Höfig eine ganz starke Leistung ablieferte. „Über die ersten 30 Minuten reden wir nicht, das war im Angriff viel zu wenig. Ohne unsere Torhüterin wären wir garantiert fünf Tore hinten gelegen, und nicht mit 12:10 in die Kabine gegangen. Sie hat uns im Spiel gehalten“, monierte Bönnigheims Trainer Dominic Zäh die schwache Angriffsleistung seiner Mannschaft. „Aber immerhin standen wir in der Abwehr sehr gut“, fand er doch noch ein Lob.
In der ersten Halbzeit war es auf beiden Seiten ein Nachmittag verpasster Großchancen. Die Partie begann gleich mit einer Parade von Gerullis bei einem Tempogegenstoss der Gäste. Doch auch Sina Häberlen, Katja Kerner und Sandra Graner (7m) brachten danach noch nichts Zählbares zustande. Erst in der siebten Minute brach Alexandra Zäh vom Kreis den Bann und verkürzte auf 1:2. Es folgte weiterhin ein zähes Ringen um jedes Tor. Ein Doppelschlag von Zäh zum 9:7 und 10:7 (22.) sorgte für für die erste Drei-Tore-Führung der Einheimischen. Doch beim 10:10 (25.) durch einen Treffer von Fridingens Torhüterin Miriam Höfig in leere Bönnigheimer Tor war schnell wieder alles ausgeglichen. Trotz dem Auslassen weiterer hochkarätiger Möglichkeiten gingen die TSV-Frauen mit einem schmeichelhaften 12:10-Vorsprung in die Pause.
Nach dem Wechsel setzte sich zunächst die schwache Wurfausbeute der Bönnigheimerinnen fort. Zwar parierte Gerullis den ersten von insgesamt drei Siebenmetern , doch danach scheiterten Zäh (zwei Mal) und Kerner völlig frei an der HSG-Torhüterin. Erst nach dem 14:12 in der 42. Minute fanden die Einheimischen mehr Geradlinigkeit in ihr Angriffsspiel, nutzten ihre Chancen nun konsequenter aus und konnten sich auf 20:12 (49.) durch Bengisu Duman absetzen. In 19 Minuten der zweiten Hälfte gelangen den Gästen dank dem guten Zusammenspiel zwischen Abwehr und Torhüterin des TSV nur zwei Tore. Und das war schließlich ausschlaggebend für den letztlich doch noch klaren 27:16 – Heimerfolg der Bönnigheimerinnen, die beim nächsten Heimspiel am 1.März gegen den Spitzenreiter HSG Stuttgarter Kickers/TuS Metzingen2 treffen. .
Spielstatistik:
TSV Bönnigheim:
Gerullis, Altmann im Tor – Zäh (5), Haiges (2), Haar (2), Sanwald (1), Luft (1), Graner (4), Kynast, Häberlen (2/1), Biedermann (2), Kerner (6), Duman (2)
Beste Torschützinnen HSG: Rebholz 4, Schwarz 3/1
Siebenmeter: 2/1 – 4/1
Strafminuten: 10 - 8
(Dittmar Zäh - dz)
